Was so im Anschluß an Sitzungen
mit Paaren zu Papier kommt.
Innige Liebe
Unter anderem gibt es zwischen uns
so viel Unverständliches –
so viel Unvertrautes,
was einsam macht oder nervös
oder vorwurfsvoll.
Aber vor allem einsam und
wer will schon einsam sein?
Entgegen meiner Gewohnheit halte ich
jetzt einmal inne
an dieser Grenze unseres Vertrautseins.
Da wird mir klar,
Du bist anders, nicht der, den ich mir zurecht gelegt habe.
Ich bin anders, nicht die, die Du Dir zurecht gelegt hast.
Du bist mir in diesem Anderssein
fremd.
Ich bin Dir in diesem Anderssein unvertraut.
Ich bin hier – Du bist dort.
Zwischen uns – eine lange
Entdeckungsreise
mit Achtung des Andersseins im Gepäck
und aller, die darin verborgen anwesend sind.
Jetzt kann Fremdes zutraulich werden.
Jetzt kann Sich-Anvertrauen aufblühen.
Jetzt kommt innige Liebe ins fließen.
Der Traum
Wir sind desto authentischer,
je ähnlicher wir dem Traum werden,
der sich in uns träumt.
"Du bist meine Ewigkeit", sagte er, und hat seine Lippen auf meine gepreßt,
wie ein Siegel ...
(aus einem Film, frei zitiert)
Komm
Komm trink mit mir
einen Schluck Wein
oder
vitaminreichen Saft aus
Karotte Birne und Holunder
oder
einen Schluck Tee
weißen Tee
wie - all das nicht
Dann trink mit mir
einen Schluck Leben
Leben - ja
Dann tanken wir
Wein Saft Tee und
feierten zu leben
Hanna Gaugler (März 08)
Oh
Oh diese Fülle
diese Fülle ...
in diese
Fülle
sind wir gerufen
sie zu
trinken
Alle sind gerufen
sie zu trinken
viele
hören nicht
sind shopping ge
trieben
vom Nie-genug
Mit aufgerissenen Mäulern
jagen wir
dem nach
was uns
zuletzt
verschlingt
Oh diese Fülle
diese Fülle ge
rufen
sind wir ins
volle Dasein
Hanna Gaugler (März 08)
© und verantwortlich für den
Inhalt Dipl.-Psychologin Hanna Gaugler, München
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